6 Fotos: GEALAN (S.6), TMP (S. 7) Tarifabschluss erzielt Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hat mit dem Bahnunternehmen Abellio einen Tarifabschluss erzielt. Das teilte die Gewerkschaft mit. Mitarbeitende des Unternehmens, dessen Regionalzüge auch in Thüringen fahren, erhalten demnach künftig 420 Euro mehr im Monat. Außerdem wurde eine Inflationsprämie in Höhe von 1000 Euro vereinbart. Drittes Institut Die Stadt Jena bekommt ein drittes Helmholtz-Institut. Zum 1. Juli gründeten die Friedrich-SchillerUniversität und das HelmholtzZentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) gemeinsam das „Helmholtz-Institut für Polymere in Energieanwendungen" (HIPOLE). Wie die Universität mitteilte, bündeln beide Einrichtungen ihre Kompetenzen. Ziel sei es, auf der Basis von Polymerchemie und Materialwissenschaften neue Technologien zur Energiespeicherung, Wasserstoff-Erzeugung sowie Photovoltaik zu entwickeln. Speicher geplant In Martinroda im Wartburgkreis plant ein bayerisches Unternehmen einen Großbatteriespeicher. Der Stadtrat von Vacha stimmte einem Pachtvertrag für das städtische Grundstück zu. Der Speicher mit einer Kapazität von 50 Megawattstunden soll am Umspannwerk entstehen und das Netz stabilisieren. Bei starker Stromproduktion solle er Strom aus dem Netz entnehmen und bei Bedarf wieder einspeisen. Die Menge reiche aus, um 30.000 Haushalte zwei Stunden lang zu versorgen. Richtfest gefeiert Gut ein Jahr nach dem Spatenstich für ein neues Hochregallager hat der Fensterhersteller GEALAN am Standort Tanna Richtfest am 15-MillionenEuro-Neubau gefeiert. Das neue Hochregallager soll noch 2023 einsatzbereit sein. Robotik-Plattform Roboter sollen in Jena die Suche nach neuen Antibiotika beschleunigen. Dafür wurde am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie eine hochmoderne RobotikPlattform eingeweiht. Damit könnten neue Wirkstoffe sehr viel schneller und in größeren Mengen getestet werden als bisher, hieß es. Die Anlage ist laut Institut von Bund und Land mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert worden. Hintergrund ist die Antibiotika-Krise. In immer mehr Fällen helfen Antibiotika nicht mehr, weil sie zu oft eingesetzt werden. Menschen sterben im schlimmsten Fall an bakteriellen Infektionen, die lange als gut behandelbar galten. Standort schließt Nach der Insolvenz der Firmengruppe Tricontes360 im Februar wird der CallcenterStandort in Gera geschlossen. Das teilte der Hamburger Insolvenzverwalter Tjark Thies mit. Von der Schließung sind etwa 180 Menschen betroffen. Neben Gera werden drei weitere Standorte aufgegeben. Der Standort in der Geraer Hainstraße gehörte mit einst mehr als 500 Beschäftigten zu einem der größten Arbeitgeber der Stadt. Wirtschaftsnachrichten aus Thüringen Verfahren gestartet Der Thüringer Bergbauentwickler Südharz Kali GmbH ist in das Genehmigungsverfahren für ein Kaliwerk in Nordthüringen gestartet. Eine sogenannte Scopingunterlage für das spätere Raumordnungsverfahren wurde beim zuständigen Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) eingereicht. Darin werden zwei unterschiedliche Entwicklungswege mit verschiedenen Optionen vorgezeichnet. So könnte das Vorhaben zum einen als sogenanntes „Brownfield-Projekt“ im Bereich Bernterode umgesetzt werden, dabei würde auch die bestehende bergbauliche Infrastruktur genutzt. Die Alternative stellt ein „Greenfield-Projekt“ mit neuem Schachtzugang im Bereich der Gemeinde Haynrode dar. Überdies wird ein Industriegebiet in Leinefelde als Standort für die Rohsalzaufbereitung und für Transport und Logistik in Betracht gezogen. Neue Rechtsform Die Digital-Agentur Dotsource aus Jena hat ihre Rechtsform verändert und agiert rückwirkend ab Jahresbeginn als sogenannte Europäische Aktiengesellschaft (SE). Das soll Wachstum in ausländischen Märkten, etwa in Kroatien, erleichtern. An der Börse sollen keine Aktien gehandelt werden. Allerdings ändern sich die Strukturen der Unternehmensführung. Gründer Christian Grötsch agiert fortan als Verwaltungsrat. Die Geschäftsführung übernehmen Christian Malik, Frank Ertel und Janine Bohnenberg. Für Mitarbeitende soll sich nichts ändern. Thüringen Die GEALAN-Geschäftsführer Ivica Maurović und Tino Albert, Tannas Bürgermeister Marco Seidel und Landrat Thomas Fügmann (v.l.)
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