Kompe t enz f e l d 3 Dienste und Support Kompe t enz f e l d 1 Mess- und Kalibriertechnik Kompe t enz f e l d 2 Komponenten zur Positionierung P r ä z i s i o n 3 Wir sind mehr als Messtechnik www.feinmess-suhl.de Suhl und der Region denke ich, dass wir in allen Bereichen sehr gut liegen. Die Region südlich des Rennsteigs zeichnet sich vor allem durch Kleinteiligkeit aus. Lange Zeit schien es so, als wolle jede Kommune ihr eigenes Süppchen kochen. Seit fünf Jahren gibt es jedoch eine kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG), in der Suhl mit Zella-Mehlis, Oberhof und Schleusingen zusammenarbeitet. Ist eine solche KAG schon das höchste der Gefühle oder geht da noch mehr? Stichwort Städtefusion oder Eingliederung in den Landkreis SchmalkaldenMeiningen. Die Zusammenarbeit in der KAG ist für uns als Stadt ein riesiger Gewinn – gemeinsam schauen wir, dass wir über die Grenzen der eigenen Stadt und den eigenen Kirchturm hinweg schauen. Die Aufnahme in den Entwurf des Landesentwicklungsplanes als funktionsteiliges Oberzentrum war ein wichtiger Erfolg. Ein funktionsteiliges Oberzentrum aus vier eigenständigen Städten ist ein deutschlandweit einmaliges Projekt und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe läuft sehr gut – natürlich soll das Oberzentrum auch helfen, die ganze Region zu stärken. Für mich ist eines aber klar: Es geht hier nicht um Städtefusion, sondern um ein gemeinsames Arbeiten, um Stärken zu bündeln. Das ist ja gerade der neue Ansatz – Stärken bündeln und ein gemeinsames Ziel verfolgen, ohne die Eigenständigkeit zu verlieren. Die Kreisdiskussionen haben wir nun auch schon sehr oft geführt und geprüft. Fakt ist: Unter den aktuellen Voraussetzungen ist eine Einkreisung der Stadt Suhl keine sinnvolle Option. Erst unlängst haben Sie mit Ihren Amtskollegen über die nächsten Jahre gesprochen. Wie wollen Sie die Region als Wirtschaftsstandort stärken? Was steht auf der Agenda? Wir werden uns gemeinsam auf verschiedene Projekte konzentrieren. Aktuell sind wir dabei, die Konzeptphase abzuschließen, in der unter anderem Radweg- und Gewerbeflächenkonzepte erarbeitet wurden. In den nächsten Jahren bis 2025 geht es nun darum, aus den Konzepten die ersten Schlüsse zu ziehen – mit dem Ziel einen Planungsverband zu gründen, um noch besser gemeinsam agieren zu können und von den Stärken der jeweils anderen zu profitieren. Ich möchte zum Oberzentrum allerdings auch nicht zu viel sagen, weil wir als Kollegen Bürgermeister besprochen haben, dass immer einer von uns für alle spricht. Seit dem 1. Juli 2023 hat Richard Rossel, Bürgermeister von Zella-Mehlis, turnusgemäß diese Aufgabe übernommen. Und speziell in Suhl? Wie sieht Ihre Wirtschaftspolitik der kommenden Jahre aus? Neben den gemeinsamen Aktivitäten im zukünftigen Oberzentrum, das für die wirtschaftliche Entwicklung ganz wesentliche Impulse setzen wird, haben wir natürlich auch selbst Punkte, die wir jetzt schon angestoßen haben. Das wichtigste Projekt darunter ist zweifelsohne die Nachnutzung des Standortes Suhl-Nord. Hier versuchen wir gerade durch gezielte Förderung und die Einwerbung von Fördermitteln und einem Nutzungskonzept, auf diesem gut erschlossenen Areal ein CO2-neutrales Gewerbegebiet zu entwickeln. Das Thema, das uns aber am meisten beschäftigen wird, ist die Gewinnung von Fachkräften und wie wir gut ausgebildete junge Menschen hier in der Region halten können. Da geht es uns wie allen Städten der Region. Hier darf es auch kein Kirchturmdenken geben und das gibt es auch nicht. Gemeinsam mit den anderen Landkreisen südlich des Rennsteiges arbeiten wir eng zusammen, so zum Beispiel im Projekt „Karriereheimat“. Im Wettbewerb mit anderen Regionen müssen wir hier einfach schauen, wie wir die Attraktivität für junge Menschen und Familien noch steigern können und wie wir Fachkräfte gezielt ansprechen, auch international. Hier gibt es schon ein paar gute Initiativen, die wir mit regionalen Partnern vorantreiben. Interview: Torsten Laudien
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