Entwicklung von Lösungen können Zeit und Ressourcen erfordern. Monitoring und Anpassung Die Umsetzung von Kreisläufen erfordert eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung, um den Fortschritt zu verfolgen, mögliche Hindernisse zu identifizieren und Verbesserungen vorzunehmen. Unternehmen müssen geeignete Messinstrumente und Berichtssysteme einführen, um den Erfolg ihrer Kreislaufinitiativen zu messen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Fazit Der Aufwand für die Organisation von Kreisläufen kann anfangs höher sein, insbesondere wenn grundlegende Veränderungen in den Geschäftsprozessen erforderlich sind. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der langfristige Nutzen, wie Kosteneinsparungen, verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und die Erschließung neuer Märkte, die Kosten überwiegen können. Zudem können Unternehmen schrittweise vorgehen und ihre Kreislaufinitiativen im Laufe der Zeit ausbauen und optimieren. Welche Experten können Unternehmen einbeziehen? Bei der Umstellung auf Kreisläufe können Unternehmen von verschiedenen Experten und Organisationen beraten und unterstützt werden. Hier sind einige Beispiele: Beratungsunternehmen für Nach- haltigkeit und Umweltmanagement Es gibt spezialisierte Beratungsunternehmen, die Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Kreislaufwirtschaftskonzepten unterstützen können. Sie bieten Fachwissen, analytische Fähigkeiten und helfen bei der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für das jeweilige Unternehmen. Branchenverbände und Netzwerke Viele Branchenverbände und Netzwerke setzen sich für die Förderung von Kreislaufwirtschaft ein und bieten Informationen, Schulungen und Beratungsdienstleistungen für ihre Mitglieder an. Diese Organisationen können helfen, bewährte Verfahren zu identifizieren, Kontakte zu knüpfen und den Austausch von Erfahrungen und Wissen zu fördern. Forschungs- und Bildungseinrichtungen Universitäten, Forschungsinstitute und Bildungseinrichtungen können Unternehmen mit Fachwissen und Forschungsergebnissen unterstützen. Sie können bei der Analyse von Prozessen helfen, innovative Lösungen entwickeln und Schulungen oder Workshops anbieten, um das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft zu stärken. Regierungsstellen und Förderprogramme Regierungsstellen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene bieten häufig Förderprogramme, Schulungen und Beratungsdienste an, um Unternehmen bei der Umstellung auf Kreisläufe zu unterstützen. Förderprogramme können finanzielle Unter- stützung oder Steuervergünstigungen bieten, um nachhaltige Geschäftspraktiken zu fördern. NGOs und gemeinnützige Organisationen Nichtregierungsorganisationen und gemeinnützige Organisationen, die sich auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen spezialisiert haben, können Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Kreislaufwirtschaftskonzepten beraten. Sie können darüber hinaus auch Informationen, Schulungen und praktische Hilfestellungen bieten. Fazit Es ist ratsam, verschiedene Beratungsstellen zu kontaktieren, um deren Fachkompetenz, Erfahrung und Verfügbarkeit zu prüfen und sicherzustellen, dass sie den spezifischen Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens entsprechen. Die Auswahl der richtigen Beratungspartner hängt von den individuellen Gegebenheiten des Unternehmens, der Branche und den angestrebten Zielen ab. (tl) Schmelzklebstoff ausgezeichnet Zwei Preise für TITK-Innovation Für den vollständig biobasierten und biologisch abbaubaren Schmelzklebstoff Caremelt – einer Innovation aus dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. (TITK) –hagelt es derzeit Auszeichnungen. Die Forschenden konnten jüngst gleich zwei renommierte Preise einsammeln. Kreisläufe und Nachhaltigkeit 11 Foto: TITK Bayerns Staatsministerin Michaela Kani- ber mit TITK-Direktor Benjamin Redlings- höfer (l.) und Caremelt®-Projektleiter Andreas Krypczyk Der Klebstoff ist in Halle (Saale) mit dem renommierten BIOPOLYMER Innovation Award ausgezeichnet worden. Dieser Preis wird alljährlich vom Verein POLYKUM e.V - Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland vergeben. Die Ehrung fand im Rahmen des Kongresses „BIOPOLYMER – Processing & Moulding“ in der Georg-Friedrich-Händel-Halle statt. Nur Tage später folgte die nächste große Auszeichnung: Die bayrische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, überreichte dem Rudolstädter Forschungsinstitut den mit 10.000 Euro dotierten Ernst-Pelz-Preis. Die festliche Preisverleihung fand im Rahmen des Symposiums „Energie- und Ressourcenwende: von der Strategie zu Best Practice“ statt, das vom C.A.R.- M.E.N. e.V. – dem Centralen Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk des Freistaats Bayern– in der Residenz Würzburg ausgerichtet wurde. Der Ernst-Pelz-Preis war 1992 von der ErnstPelz-Stiftung ins Leben gerufen worden, um Technologien für die Verwertung nachwachsender Rohstoffe weiterzuentwickeln und auch finanziell zu fördern. (tl)
RkJQdWJsaXNoZXIy NDE3NTI=